Frühjahr 2020

Die Saison ist gut gestartet. Nach der erfolgreichen Premiere der Produktion „Tom auf dem Lande“ von Marc Bouchard dann das Aus: Lockdown!

Foto: Benni Troi

Über Tom auf dem Lande

"Tom auf dem Lande" ist die zweite Arbeit von mir und Joachim Goller. Wir haben sehr lange nach dem richtigen Stück gesucht. Es sollte mit Volkstheater zu tun haben, Themen um Geschlecht und Klasse verhandeln und ästhetisch Freiräume zulassen. Irgendwann dann lag Tom auf dem Lande von Marc Michel Bouchard auf dem Tisch. Mit der richtigen Besetzung, wollte Joachim es inszenieren. Und die Wunschbesetzung wollte mitmachen! Lest hier, was die Kritik sagt:

Kritikenrundschau:

„Die beachtliche schauspielerische Leistung ist der Kern dieser Inszenierung des Südtiroler Regisseurs. […] Joachim Goller schafft es, mit entgegengesetzten Elementen wie den Charakteren Tom und Andreas zu spielen und Konkretes der wagen Andeutung vorzuziehen. So ist Gollers Inszenierung rudimentär, kalt - aber gleichzeitig nahe am Publikum.“ Manuel Lavoriero, Dolomiten

„Goller ist ein Regisseur, der genau auf den Rhythmus achtet, gezielt, beschleunigt und verlangsamt, er lässt die Darsteller manchmal auch schweigen, vieles lässt sich nicht aussprechen, ausreden schon gar nicht.“ Georg Mair, ff

  

„Und dicht wird das Stück nicht aufgrund zahlreicher Szenenwechsel oder temporeicher Dialoge. Dicht wird das Drama vor allem aufgrund der zahlreichen kurzen, aber markanten Sprech- und Musikpausen. Darin schwingt weit mehr Bedeutung durch Gestik und Mimik mit, als von den herausragend spielenden Darstellern laut ausgesprochen werden könnte. […] Der junge Kastelruther Regisseur Joachim Goller hat das Originalwerk […] mit Hilfe von dialektalen Elementen nach Südtirol geholt und gibt dem oftmals noch tabuisierten Thema ‚Homosexualität auf dem Lande‘ mehr Sichtbarkeit.“ Manuel Rainer, Zett


Essay zur Inszenierung von Jörg Oschmann & Barbara Plagg auf barfuss.it: Nie die Wahrheit sagen


Tom auf dem Lande

von Marc Michel Bouchard
mit Max G. Fischnaller, Patrizia Pfeifer, Kathrin Ploner & Philipp Weigand
Regie: Joachim Goller
Regieassistenz: Kathrin Ploner
Bühne & Kostüme: Mirjam Falkensteiner

Das Gastspielprogramm

THEATER: Dietmar Gamper

Dietmar Gamper spielt Detektiv "Jack Margesin". Ein makabrer Historien-Krimi zwischen Asterix & Obelix und Indiana Jones. Tolles Geschichts-Verliebtes Monodrama! Ein feiner Saisonauftakt.

KABARETT: Ludwig Müller

Ludwig Müller ist regelmäßig in der Dekadenz zu Gast. Seine Sprachspiele sind wundbar komisch. Das Publikum war sehr glücklich!

KABARETT, QUIZ: Franz & Fritz

Franz-Xaver Franz und Martin Fritz haben ein Popkultur-verliebtes Quizformat entwickelt. Ein superguter, interaktiver Spaß + Dani + Sahni!

TALK: Ans Eingemachte! Pt. 2

Der zweite Teil des Gesprächsformats von Dekadenz & oew. Bei "Ans Eingemachte!" wird der Keller zum Politischen Forum. Dieses Mal ging's ums Thema Sicherheit.

POP: Viech (AT)

Viech spielen tollen Österreich-Pop. In der letzten Platte geht's lustig und gefühlvoll um die 30-er-Marke: "Niemand wird sich erinnern, dass wir hier waren". Ein kathartischer Abend für meine Generation.

KABARETT: Hosea Ratschiller

Auf Hosea sollten sich Kabarett-Fans einigen können. Leise, besonnen, smart und cool zieht er seine Bögen um Alltägliches zum Politischen. Wir sitzen im Publikum und denken: Verdammt, ja!

THEATER: Götsch & Rohregger

"Oleanna" von David Mamet ist ein dramatisches Meisterwerk. Eine Studentin konfrontiert ihren Professor mit seiner akademischen Arroganz. In drei Akten vollzieht sich der verbale Kampf. Stark!